Hilfe für Kinder in Kambodscha
Angkor Peak Sneng Junior High School
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Das kleine Wunder von Peak Sneng* und wie es dazu kam

Video: http://www.youtube.com/watch?v=RMPcLuGonao

 

Oft werde ich gefragt: „Wieso gerade Kambodscha?“

Die Menschen in Kambodscha haben mich schon bei meinem ersten Besuch 1998 fasziniert . Ihre Gesichter sind geprägt von der Armut und dem Leid, doch wenn Du sie ansprichst, dann strahlen ihre Augen vor Freude.

 

Es gibt aber auch eine ganz andere Seite, wenn Du mit so viel Elend konfrontiert wirst – und diese hat mich ebenfalls nachhaltig berührt:

 

Im alten Markt in Siem Reap waren viele Bettler und sie baten mich um Geld. Fast alle waren amputiert. Natürlich ging mir bald das Kleingeld aus.

Wieder kam ein Bettler auf mich zu. Ich zeigte ihm meine leeren Hände und sagte: „Es tut mir leid, aber ich habe kein Geld mehr.“ Doch er schaute mich freundlich an und antwortete:    „Ich danke Dir, Du hast ja meinen Kollegen Geld gegeben.“

Obwohl er von mir nichts bekommen hatte, bedankte er sich  dafür, dass  ich den anderen etwas gegeben habe. Welch großartige Seele!

 

Diese kleine Begebenheit hat mich so tief berührt, dass ich sie in Deutschland immer wieder erzählen musste.  

***

 

Viele Jahre später, im November 2006, erfuhr ich, dass mein Leben in Gefahr war. Ein Schock, der vieles verändern sollte. Aufgeben oder ein neues Ziel setzen, für das es sich lohnt zu leben?

Ich erinnerte mich an die Menschen in Kambodscha, an ihr liebenswertes Lachen, an das Strahlen ihrer Augen, aber auch an die bittere Armut und an diesen Bettler, der sich für andere bedankt hatte. Da entschied ich mich, dort eine Schule zu bauen.

 

So war ein Traum geboren, für mich und für viele Menschen in einem der ärmsten Länder Südostasiens. Im Frühjahr 2007 flog ich nach Siem Reap und sprach mit dem Gouverneur von Angkor Thom über mein Vorhaben. Er erwiderte: „Wir sind eine arme Provinz und wir haben kein Geld für eine weiterführende Schule. Ich gebe Ihnen ein Grundstück, bauen Sie darauf eine Schule.“ 

 

Wieder zuhause in München, begeisterte ich Freunde und Mandanten für mein Projekt, und wir begannen, eine Vision in die Tat umzusetzen:

Fast zwei Hektar Buschland wurden gerodet, die Pläne gezeichnet, und dann wurde das Schulhaus mit vielen fleißigen Händen von Männern und Frauen aus den umliegenden Dörfern erbaut. Bereits vier Monate später, im Oktober 2007, war die Schule fertig und 120 Kinder fingen mit Begeisterung an, dort zu lernen.

 

Als wir im Februar zur feierlichen Schuleinweihung kamen, hatte Life and Hope ( die Organisation, die uns vor Ort hilft, unsere Pläne zu verwirklichen ) bereits das Haus für die Lehrer und für die auswärtigen Schüler, sowie Küche und Kantine fertig gestellt. Die Freude der Kinder und ihrer Eltern ließ unsere Herzen jubeln und seither fühlen wir uns tief verbunden mit den Menschen in Kambodscha. Eine unvergessliche Erfahrung.

 

Wir haben eine Verantwortung übernommen, die andere und auch uns glücklich macht. Dazu laden wir Sie ein! 

 

Wir, das sind meine Freunde und Mandanten, die den Verein Hilfe für Kinder in Kambodscha mit mir gegründet haben - in Vertretung für die vielen Menschen, die uns so tatkräftig unterstützen. Danke, denn ohne ihre Hilfe hätte dieser Traum nicht so schnell verwirklicht werden können.

 

Siegfried Zinkeisen   




* so der Titel eines Berichts der Süddeutschen Zeitung vom 24.12.2007                                                                             



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